Der Wichern-Adventskranz im Bundestag

Heute habe ich den traditionellen Wichern-Adventskranz im Beisein zahlreicher Abgeordneter an die Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau als Repräsentantin des Deutschen Bundestages überreicht.

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Der Kranz wird in der Vorweihnachtszeit in der Lobby des Deutschen Bundestages stehen und daran erinnern, „Der Wichern-Adventskranz im Bundestag“ weiterlesen

Pfingsten: die Muttersprache Gottes verstehen

Die Pfingsterzählung vom Heiligen Geist in Apostelgeschichte 2 ist ganz großes Kino. Special effects inklusive: Brausen, Feuerzungen vom Himmel und Fremdsprachenwunder. Ich werde am Sonntag in Berlin darüber zu predigen haben. Für den Blog möchte ich nur einen Satz aus der Pfingstgeschichte aufgreifen: „Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt; denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden.“

Viele Menschen warten zur Hauptverkehrzeit auf einem U-Bahngleis in New York City © Chris Ford unter CC 2.0 via
Geschäftiges Treiben zur Rush Hour in New York – eine ähnliche Szene beschreibt Lukas in der Apostelgeschichte. © Chris Ford unter CC 2.0 via

Lukas filmreife Dramaturgie unterstreicht, wie wichtig das Ereignis für seinen Entwurf der Geschichte ist, aber entscheidend sind nicht die Blitze und nicht das Getöse, entscheidend ist die Sache mit dem Hören und Verstehen. „Pfingsten: die Muttersprache Gottes verstehen“ weiterlesen

Wo bleibt das Evangelische in der Diakonie?

Mein Blogbeitrag vom vergangenen Mittwoch zur Frage, ob und wo Diakonie und Kirche sich als Arbeitgeberin auch für muslimische oder atheistische Mitarbeiter öffnen sollte, und wie sich gleichzeitig das evangelische Profil halten lässt, hat erfreulich viele Menschen zu Beiträgen und Reaktionen angeregt. Auf Facebook zum Beispiel. Vielen Dank für die anregende und über weite Strecken sehr konstruktive Diskussion.

Kinder und Jugendliche beim Training. © Kathrin Harms & Esteve Franquesa
Kinder und Jugendliche beim Training. © Kathrin Harms & Esteve Franquesa

Ich möchte noch einmal auf das Thema zurückkommen: Es geht mir bei meinen Plädoyer für eine umsichtige Lockerung der Loyalitätsrichtlinie, nicht um ein Aufweichen des evangelischen Profils der Diakonie oder gar um eine „Religionsmischung“.  „Wo bleibt das Evangelische in der Diakonie?“ weiterlesen

Licht für alle – Diakonie kann sich öffnen

Ich fahre gerne mit dem Aufzug in die sechste Etage unseres Bürohauses in Berlin. Jeden Tag freue ich mich aufs Neue über das Licht, in das man nach der Aufzugtür tritt: Strahlende Helligkeit. Dank der gläsernen Dachkonstruktion und der weißen Wände ist es immer licht. Selbst an den trübsten Tagen. Auch wenn der Kopf randvoll ist mit Terminen und Themen, hier hat er eine Millisekunde Pause. Mir kommen dann immer auch religiöse Assoziationen: „Licht der Welt“, funkt es kurz in meinem Hinterkopf. Dann bin ich schon wieder im dunkleren Korridor auf dem Weg zu meinem Büro. Doch ganz kurz habe ich gespürt: Was wirklich wichtig ist, wirft Licht auf mein Tun und Lassen, überstrahlt meinen Alltag.

Pia Walter und Anna Maria (6). Die junge Frau kuemmert sich einen Tag in der Woche um Fluechtlingskinder, die in der Zeughofstrasse in Berlin-Kreuzberg wohnen © Kathrin Harms & Esteve Franquesa
© Kathrin Harms & Esteve Franquesa

Die Diakonie ist eine Arbeitgeberin mit einem biblischen Fundament. Wir sind evangelisch.  „Licht für alle – Diakonie kann sich öffnen“ weiterlesen

Österliche Verwegenheit oder ohne Ostern keine Diakonie

Die Karwoche, die Osterfeiertage bleiben eine irritierende Zumutung. Für Christinnen und Christen, und noch mehr für Menschen, die der Kirche fern stehen. Die Getauften in aller Welt erinnern sich an das Leiden und Sterben von Jesus von Nazareth. Und an seine Auferstehung.

Wer Ostern feiert, verlässt sich auf diese verwegene Heiterkeit des Lebendigen
Wer Ostern feiert, verlässt sich auf diese verwegene Heiterkeit des Lebendigen

Eine irre Idee für alle, die sich mit Kirche schwer tun. Und was bedeutet sie in der Diakonie?  „Österliche Verwegenheit oder ohne Ostern keine Diakonie“ weiterlesen

Ein langer Weg – Kirche, Frauentag und Integration

Der Internationale Frauentag am 8. März – ein wichtiger Aktionstag? In Kirchenkontexten eher nicht. Die Verwurzelung des Frauentages im sozialistischen also oft kirchenfeindlichen Milieu und eine mitunter reflexhafte Skepsis gegenüber feministischen Positionen haben zu seiner Beliebtheit in den evangelischen Kirchen nicht gerade beigetragen. Es gibt den Weltgebetstag der Frauen, der auch Anfang März begangen wird, aber er hat eine andere Tonalität.

An der Gleichgültigkeit dem Internationalen Frauentag gegenüber wird etwas sichtbar, was gerade in Zeiten, in denen so leidenschaftlich um Integration gestritten wird, ebenso banal wie bemerkenswert ist: Es gibt Grundwerte unserer Gesellschaft, die inzwischen so selbstverständlich sind, dass man gefährdet ist zu vergessen, wie hart die Kämpfe um ihre Durchsetzung waren; und immer noch sind. Dazu gehört der Artikel 3 des Grundgesetzes, der fordert, dass Frauen und Männer gleichberechtigt sind, und dass der Staat die tatsächliche Gleichberechtigung auch durchzusetzen hat. Der Internationale Frauentag unterstützt das Bewusstsein für die Kostbarkeit der Gleichheitsrechte unter den Geschlechtern in unserer Gesellschaft. „Ein langer Weg – Kirche, Frauentag und Integration“ weiterlesen

Angst ist ein schlechter Ratgeber

„Angst ist ein schlechter Ratgeber“ – hat uns Kindern unsere Mutter immer gesagt. Und auch die Bundeskanzlerin hat in einer bemerkenswerten Diskussion mit Bürgerinnen und Bürgern anlässlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde in Bern über die humanitäre Jahrhundertherausforderung Flucht empfohlen, diesen guten, alten Grundsatz zu beherzigen: Angst ist ein schlechter Ratgeber. Und gleichzeitig hat sie in diesem Gespräch als ein probates Mittel gegen die Angst die vertiefte Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben empfohlen.

2016 steht die Woche unter dem Motto "7 Tage ohne Enge"
2016 steht die Woche unter dem Motto “7 Tage ohne Enge”

„Großes Herz – 7 Wochen ohne Enge“ ist das Motto der diesjährigen evangelischen Fastenaktion. „Angst ist ein schlechter Ratgeber“ weiterlesen

Das Wunder der Weihnachtsgeschichte

Die Weihnachtskarte der Diakonie hat auf den ersten Blick nichts von festlicher Stimmung.

Die Weihnachtskarte, die wir im Namen der Diakonie Deutschland dieses Jahr verschicken.
Die Weihnachtskarte, die wir im Namen der Diakonie Deutschland dieses Jahr verschicken.

Trotzdem zeigt sie die Wunder der Weihnachtsgeschichte. „Das Wunder der Weihnachtsgeschichte“ weiterlesen

„Damit wir klug werden“ (Ps 90,12) – Diakonie auf dem Kirchentag 2015 in Stuttgart

Es ist ein bunter Bilderbogen vom bunten Stuttgarter Kirchentag, auf dem ich in den letzten Tagen mit den vielen Radfahrerinnen und Radfahrern aus Kiel, Ungarn, Berlin und anderen Ecken Deutschlands von Esslingen aus zumindest auf der Kurzstrecke mit dem Rad gelandet bin.

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Das war eine sehr schöne und luftig – sonnige Art in die vielen Gespräche, Podien und Diskussionen zu sozialen und diakonischen Themen in Stuttgart hinein zu finden. „„Damit wir klug werden“ (Ps 90,12) – Diakonie auf dem Kirchentag 2015 in Stuttgart“ weiterlesen