Über mich

Ich schreibe „Auf ein Wort“ in meiner Rolle als Diakoniepräsident und evangelischer Pfarrer (Lieblingstheologen: von Martin bis Henning Luther). Dabei haben mich viele Jahre Berufserfahrung in Kirche und Diakonie geprägt: als Gemeindepfarrer, Klinikseelsorger und Superintendent, als Mitglied der Leitung und Seelsorger eines der ersten Hospize Deutschlands und als Theologischer Vorstand einer großen diakonischen Einrichtung.

Wichtig war mir in jeder meiner Aufgaben, mit und für Menschen zu arbeiten, deren Interessen in unserer Gesellschaft oft untergehen: Arme und Fremde, Kinder und Jugendliche, Menschen mit Behinderungen, Kranke, Alte und Sterbende. Und wichtig bleibt mir der Satz des versuchten Jesus in Matthäus 4,4: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das durch den Mund Gottes geht.“

Ich schreibe hier aber auch als Ulrich Lilie, Jahrgang 1957, der ein Leben neben der Arbeit hat: Als Neu-Berliner mit Düsseldorfer Wurzeln. Als glücklicher Ehemann einer geschätzten Kollegin und Vater von vier wunderbaren, fast ganz erwachsenen Kindern. Als Halter eines inzwischen zum siebten Familienmitglied gewordenen, sehr unvernünftigen Hundes (Labrador-Kleiner Münsterländer-Mischling) namens Linus; als Genussradfahrer und Belletristikleser (John Irving!). Als Hobbygärtner mit einer Schwäche für Kletterrosen und einer Abneigung gegen Schnecken; als Kinogänger und als für seine Pastasaucen im Freundeskreis einigermaßen geschätzter Gelegenheitskoch. Auf der Documenta und ähnlichen Ausstellungen kann ich die Zeit vergessen.

Für diese Seiten des Lebens finde ich momentan zwar zu wenig Zeit, aber meine Art als „Präsident“ zu denken und zu handeln, zu diskutieren und zu entscheiden, speist sich trotzdem auch aus meinem Privatleben. Der Blog ist ein Ort, an dem das erkennbar werden kann.

Hier möchte ich in loser Abfolge Einblicke in meinen Alltag als Vorstand geben, aber vor allem Themen ansprechen, die mir als Diakoniepräsident wichtig sind. Wir haben dazu Formate entwickelt, die sich in loser Folge abwechseln werden: ganz klassische Textbeiträge zu den Themen, die mich beschäftigen, aber auch Videos und schnelle Statements („Zwischenruf“). Immer geht es um den Kosmos der Diakonie. Das heißt um sozialpolitische Themen, um theologische Reflexion und manchmal gibt’s auch einen Kommentar zu tagespolitischen Ereignissen.

Es geht mir darum, für die Sache der Diakonie zu werben. Das wird, hoffe ich, besser gelingen, wenn wir Menschen, die in der Diakonie arbeiten, in unserem Denken und unseren Zielen erkennbarer werden. Diakonie kann sich sehen lassen, und sich auch in die Karten gucken lassen. In einer zunehmend multireligiösen und gleichzeitig säkulareren Gesellschaft sind wir aufgefordert, uns und unsere Positionen zu erklären.

Ob mir das hier gelingt, und was Sie darüber denken, werden Sie mich sicher wissen lassen.

Ich freue mich auf Ihre Reaktionen!