Wie Engel singen

„Hellhörig werden“, so habe ich in diesem Jahr meine Gedanken zum Weihnachtsfest überschrieben. Dazu gibt‘s einen kleinen Film – über die Stille im Lärm der Stadt, das Staunen im Großstadtgetriebe und einen Spaziergang vom Sitz der Diakonie Deutschland an der Caroline-Michaelis-Straße zur Krippe:

Hellhörig werden

Die Bibel kennt das Wort Weihnachten gar nicht. Die alte Geschichte erzählt von der Geburt eines Kindes. Engel singen und Männer lassen ihre Arbeit stehen. Sie horchen auf. Werden hellhörig.

„Stille Nacht, heilige Nacht“ klingt auch unter den Geräuschen der Stadt und im Weihnachtsblingbling.

Ich wünsche uns offene Ohren: für die Stille im Lärm der Stadt. Wo man sie hören kann? Überall: auf der Straße, in der Kirche…

Das Staunen gehört auch zu Weihnachten.
Und zum Staunen ist auch, was das Krippenkind als Erwachsener tun wird: Kranke heilen, Ausgestoßene einladen, den Weg der Machtlosigkeit gehen, vom Tod auferstehen.
Das Staunen darüber hütet die Christenheit.

Weihnachten lädt dazu ein, die Stille zu entdecken, Augen und Ohren zu öffnen, das Staunen zu lernen, dem menschenfreundlichen Gott an unerwarteten Orten zu begegnen und sich zu wundern über die alten Geschichten der Bibel.

Ich wünsche uns ein gesegnetes Weihnachtsfest und offene Ohren für den Frieden Gottes auch im neuen Jahr.

 

Die Krippe in der Golgathakirche. © Diakonie/Ulrike Pape

 

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