Unerhört! Diese Weihnachtsgeschichte

Für mich spielt die Weihnachtsgeschichte dieses Jahr in Schwäbisch Hall. Und sollten Maria und Josef verzweifelt eine Herberge suchen, empfehle ich diese Adresse: Vor dem Kelkertor 1. „Unerhört! Diese Weihnachtsgeschichte“ weiterlesen

Rechtspopulismus in der Diakonie

Besorgte Bürgerinnen und Bürger gibt es auch in der Diakonie – sowohl unter Mitarbeitenden, als auch unter Klientinnen und Klienten: Altenpflegefachkräfte und Oberärztinnen, Werkstattleiter, Pfarrerinnen, Sozialarbeiter und Sachbearbeiterinnen. Menschen, denen die Vielfalt zu viel wird. Die die rasanten Veränderungen, die unsere Gesellschaften durchmachen – Stichwort Digitalisierung –, vor allem als Krise erleben. Die beim Begriff „offene Gesellschaft“ nur an offene Grenzen denken. „Rechtspopulismus in der Diakonie“ weiterlesen

Palliativ unterversorgt – wieviel sind uns unsere Alten wert?

Wer wahrt die Interessen sehr alter und sehr kranker Menschen in unserer Gesellschaft? Auf der Prioritätenliste politisch Verantwortlicher stehen sie zu oft sehr weit hinten. In dieser Woche erst mussten wir – EKD und Diakonie Deutschland – einen parlamentarischen Abend zur Palliativen Versorgung am Lebensende absagen: Es gab zu wenig Anmeldungen. Eigentlich erstaunlich. Denn es geht ja nicht nur um das menschenwürdige Sterben unserer Eltern und Großeltern, sondern auch um unser eigenes. „Palliativ unterversorgt – wieviel sind uns unsere Alten wert?“ weiterlesen

Missbrauch in der Diakonie

Missbrauch und sexualisierte Gewalt kommen leider überall vor, wo Menschen leben und arbeiten – auch in kirchlichen und diakonischen Diensten und Einrichtungen. In dieser Woche haben wir auf der EKD-Synode über dieses erschütternde Thema ausführlich beraten. Die Synode hat 1,3 Millionen Euro für ein Maßnahmenpaket im Haushalt eingestellt. In der Diakonie werden wir eine eigenständige, unabhängige Aufarbeitung brauchen – quer über alle unsere Handlungsfelder hinweg. „Missbrauch in der Diakonie“ weiterlesen

Naiv und behindertenfeindlich?

Naivität attestiert MdB Corinna Rüffer von Bündnis 90/Die Grünen der EKD. Und Behindertenfeindlichkeit. Das ist schon ein starkes Stück. Der Grund für ihre Polemik: Das Positionspapier zu den vorgeburtlichen Blut- und Gentests, den nichtinvasiven Pränataltests (NIPT), das wir in der Kammer für Öffentliche Verantwortung erarbeitet haben. „Naiv und behindertenfeindlich?“ weiterlesen

Zivilgesellschaft stärken

Gremienarbeit ist manchmal nicht vergnügungssteuerpflichtig, aber heute gab es  einen richtig spannenden Sitzungstag: Die Konferenz Diakonie und Entwicklung (KDE) hat in Berlin  über das Thema  „Die Zukunft der Demokratie und die Rolle der Zivilgesellschaft“ beraten. Auch  über die Rolle, die Diakonie und Kirche mit ihren Werken  hier spielen.

Das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. in Berlin. © Thomas Meyer

Für die Arbeit von Diakonie und Brot für die Welt sind intakte zivilgesellschaftliche Strukturen eine Grundvoraussetzung. Denn in dem Maße, in dem die Freiheitsrechte zivilgesellschaftlicher Partner beschnitten werden, wird auch der Handlungs- und Wirkungsraum des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung eingeschränkt – hier bei uns genauso wie weltweit. „Zivilgesellschaft stärken“ weiterlesen

Unerhört! Wir müssen reden.

Ab heute ist es im Buchhandel: Das Buch, zu dem mich unsere Diakonie-Kampagne inspiriert hat: „Unerhört! Vom Verlieren und Wiederfinden des Zusammenhalts“.  Ich freue mich auf die Diskussionen. Das Cover finde ich ja immer noch ein bisschen „schräg“, aber der Herder Verlag war sich sicher, dass es so im Buchhandel ein „Hingucker“ wird. Wir werden sehen.

Zwei Exemplare des Buches "Unerhört!" von Ulrich Lilie
Jetzt im Buchhandel: Unerhört! Vom Verlieren und Finden des Zusammenhalts.     © Diakonie

Das erste Mal in der Hand hatte ich das fertige Buch am  vergangenen Mittwoch. Genau an dem Tag also, als im Bundestag die Debatte um den Kanzlerinnenetat hohe Wellen schlug und wieder einmal zu einem Schlagabtausch über den erstarkenden Rechtspopulismus in Deutschland wurde. „Unerhört!“ erscheint „in time“: Chemnitz, Koethen und viele andere Orte in Deutschland, über die nicht geredet wird, sind Symptome für eine verunsicherte Gesellschaft, die aktuell um ihre Zukunft streitet, besser gesagt eine neue gemeinsame Zukunft sucht. Lautstärke Empörung auf allen Seiten. Verunsicherung. Klare Kante gegen mutwillige und populistische Vereinfacher. Auch dieser Sitzungstag war eine Variation zum Thema vom Verlieren des Zusammenhalts. „Unerhört! Wir müssen reden.“ weiterlesen

Populismus – jetzt auch in Berlin?

Es steht schlecht um die politische Kultur in unserem Land und in Europa. Sie erinnert in diesen Tagen eher an schlechtes Fernsehen. Einigen Vertretern der deutschen Politik erscheint das Instrumentarium des Populismus, der medialen Inszenierung von Politik als schaler Politikersatz, offensichtlich als ein probates Mittel der Wählermobilisierung: „Populismus – jetzt auch in Berlin?“ weiterlesen

Unerhört in Herten

Zuhören: Gespräch im Tagesaufenthalt für Wohnungslose der Diakonie in Herten.                                 © Diakonie Recklinghausen

Als „klammste Kommune Deutschlands“ hat das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ jüngst die Stadt Herten im Kreis Recklinghausen bezeichnet: Der ehemaligen Bergbaustadt im nördlichen Ruhrgebiet sieht man an, dass der Strukturwandel nicht geschafft ist.
An der Durchgangsstraße Spielhallen und Billigläden, und an der Ecke ein ehemaliger Hochbunker. Hinter dessen dicken Mauern arbeitet nun auf mehreren Etagen die Diakonie. Herten – genau der richtige Ort, um unsere Veranstaltungsreihe zur Diakonie-Kampagne zu starten: die „Unerhört“-Foren.
„Unerhört in Herten“ weiterlesen

Besser spät als nie

Dass die Investition in Arbeit sinnvoller ist als die Investition in Arbeitslosigkeit, ist eine sozialpolitische Binse. Vertreter von Sozialverbänden, Repräsentanten der Wirtschaft und Politiker jeglicher Couleur haben diesen Satz schon von sich gegeben.

Doch zur Zeit gesellt sich zur Binse die Weisheit: dass es machbar ist, Gelder aus den Sozialhaushalten besser in Beschäftigung zu transferieren. Auch das ist nicht ganz neu. Schon im Jahr 2006 hat die Diakonie ein solches Modell entwickelt, unter dem Namen „Passiv-Aktiv-Transfer“ (PAT). „Besser spät als nie“ weiterlesen