Rechtspopulismus in der Diakonie

Besorgte Bürgerinnen und Bürger gibt es auch in der Diakonie – sowohl unter Mitarbeitenden, als auch unter Klientinnen und Klienten: Altenpflegefachkräfte und Oberärztinnen, Werkstattleiter, Pfarrerinnen, Sozialarbeiter und Sachbearbeiterinnen. Menschen, denen die Vielfalt zu viel wird. Die die rasanten Veränderungen, die unsere Gesellschaften durchmachen – Stichwort Digitalisierung –, vor allem als Krise erleben. Die beim Begriff „offene Gesellschaft“ nur an offene Grenzen denken. „Rechtspopulismus in der Diakonie“ weiterlesen

Zivilgesellschaft stärken

Gremienarbeit ist manchmal nicht vergnügungssteuerpflichtig, aber heute gab es  einen richtig spannenden Sitzungstag: Die Konferenz Diakonie und Entwicklung (KDE) hat in Berlin  über das Thema  „Die Zukunft der Demokratie und die Rolle der Zivilgesellschaft“ beraten. Auch  über die Rolle, die Diakonie und Kirche mit ihren Werken  hier spielen.

Das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. in Berlin. © Thomas Meyer

Für die Arbeit von Diakonie und Brot für die Welt sind intakte zivilgesellschaftliche Strukturen eine Grundvoraussetzung. Denn in dem Maße, in dem die Freiheitsrechte zivilgesellschaftlicher Partner beschnitten werden, wird auch der Handlungs- und Wirkungsraum des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung eingeschränkt – hier bei uns genauso wie weltweit. „Zivilgesellschaft stärken“ weiterlesen

#Unteilbar und die besorgten Bürger

Samstag ist Unteilbar-Tag: Großdemonstration in Berlin unter dem Motto „Solidarität statt Ausgrenzung – für eine offene und freie Gesellschaft“: Diakonie Deutschland und Brot für die Welt unterstützen mit vielen anderen #unteilbar, weil Mitmenschlichkeit nicht verhandelbar ist.“ Mit diesem Satz und einem Hashtag-Foto haben meine Vorstandskollegin von Brot für die Welt, Cornelia Füllkrug-Weitzel, und ich schon Anfang des Monats dazu aufgerufen, sich zu beteiligen. Auf der Facebookseite der Diakonie zum Beispiel. Das gab kritische Reaktionen. „#Unteilbar und die besorgten Bürger“ weiterlesen

Unerhört bei „Deutschland spricht“?

Bühne für die Demokratie: Das „Radialsystem“ war Gastgeber von „Deutschland spricht“ in Berlin. © Flickr

Auch wenn mein Gesprächspartner mich am Sonntag versetzt hat: „Deutschland spricht“ ist eine großartige Aktion. Sie zeigt auch, dass die Diakonie mit den Unerhört-Foren, über die ich im Blog hier schon berichtet habe, auf dem richtigen Weg ist: Menschen in ein persönliches Gespräch zu bringen, die einander sonst nicht begegnen, wirkt wie eine Frischzellenkur für unser Gemeinwesen und unsere Demokratie. Orte des Zuhörens sind ein guter Anfang! Wir brauchen mehr davon.

„Unerhört bei „Deutschland spricht“?“ weiterlesen

Populismus – jetzt auch in Berlin?

Es steht schlecht um die politische Kultur in unserem Land und in Europa. Sie erinnert in diesen Tagen eher an schlechtes Fernsehen. Einigen Vertretern der deutschen Politik erscheint das Instrumentarium des Populismus, der medialen Inszenierung von Politik als schaler Politikersatz, offensichtlich als ein probates Mittel der Wählermobilisierung: „Populismus – jetzt auch in Berlin?“ weiterlesen

„Weil wir dich lieben!“ – Wählen gehen

Die Berliner Verkehrsbetriebe BVG ist in der Hauptstadt bekanntermaßen die Herrscherin über Busse, U-Bahn, Tram und auch einige Fährverbindungen. Wer wie ich viel mit dem ÖPNV unterwegs ist, kommt nicht darum herum, zu diesem Unternehmen eine Beziehung zu entwickeln. Emotional schwankt sie zwischen großer Dankbarkeit und tiefer Verzweiflung und kennt alle Schattierungen dazwischen.img_0746

Ein Gefühlscocktail, der allen Menschen, die in Deutschland auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind, vertraut sein dürfte. Und – Achtung Kurve! – denen, die parlamentarische Demokratie für ein nützliches politisches Verkehrsmittel halten, wahrscheinlich auch. Man schimpft, glaubt zu wissen, wie es besser ginge – nur abschaffen will man sie nicht. Auch das haben die BVG und die parlamentarische Demokratie gemeinsam. „„Weil wir dich lieben!“ – Wählen gehen“ weiterlesen