„Jede Unterstützung wird benötigt und ist hilfreich“ – ein Brief aus Moria

Moria brennt. 13.000 Menschen sind nun ohne Obdach, viele am Rande ihrer Kräfte. Eine unvorstellbare – und doch so oft vorhergesagte Katastrophe. Mitten aus diesem Inferno hat mich der Brief einer jungen Frau erreicht. Sie beschreibt die Lage als insgesamt angespannt und chaotisch, aber nicht hoffnungslos, auch wenn es zwischendurch so scheine. Was sie erzählt, berührt mich sehr. Deshalb möchte ich diese Zeilen mit Ihnen teilen:

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Covid 19 – mit Gefühl

Dem aktuelle Pandemie-Krisenmanagement fehlt ein Sinn für die Bedeutung von Gefühlen. Etwa für die psychosozialen Folgen von Isolations- und Quarantänemaßnahmen. Das muss sich ändern, und darum müssen wir im Covid 19-Kontext tatsächlich auch mehr über die Rolle von Gefühlen wissen und öffentlich sprechen: in der Diakonie, in Kirche, Politik und Zivilgesellschaft. „Covid 19 – mit Gefühl“ weiterlesen

Die Lehren des Lockdowns

Baden, Württemberg, Bayern, Sachsen. Fast 2000 Kilometer sind wir in dieser Woche schon gefahren. Heute geht es nach Niedersachsen. Es ist der letzte Tag meiner Sommerreise zu Diakonie-Einrichtungen, die besonders schlimm unter der Corona-Pandemie und dem Lockdown gelitten haben. „Die Lehren des Lockdowns“ weiterlesen

Soziales Europa – gerade jetzt

“Gemeinsam. Europa wieder stark machen.” Die Bundesregierung hat sich viel vorgenommen, wenn sie am 1. Juli unter dieser plakativen Überschrift die EU-Ratspräsidentschaft übernimmt. Nehmen wir dieses schöne Werbemotto doch einmal ernst – als Maßstab für eine erfolgreiche Europapolitik.

Die Diakonie weist mit ihren europäischen Partnern seit Jahren darauf hin, dass ein starkes Europa nachhaltig nur gelingen kann, wenn es eine europäische Sozialpolitik gibt, die diesen Namen auch verdient.

Ich meine, hier voranzukommen muss gerade unter dem Zeichen von Corona eine hohe Priorität haben. „Soziales Europa – gerade jetzt“ weiterlesen

Flüchtlingspolitik mit Köpfchen

Eine menschenwürdige Flüchtlingspolitik beginnt im Kopf. Sie braucht die richtigen Konzepte und den Einsatz von vielen engagierten Menschen. Aber vor all dem braucht sie eine innere Haltung. Ein ethisches Fundament, auf dem die handelnden Menschen stehen. Und genau daran mangelt es aktuell in der deutschen und in der europäischen Flüchtlingspolitik. Sie droht zu einer Grenzsicherungs- und Abschiebungspolitik zu verkommen. „Flüchtlingspolitik mit Köpfchen“ weiterlesen

Mehr Freiheit mit Corona-App

Gut, wenn die deutsche Corona-Warn-App in der kommenden Woche endlich an den Start geht. Ich wünsche ihr viele freiwillige Nutzerinnen und Nutzer. Denn gemeinsam können wir dazu beitragen, einen neuerlichen Lockdown zu verhindern und vulnerable Gruppen besser schützen. „Mehr Freiheit mit Corona-App“ weiterlesen

Die Perspektive von Pfingsten

Pfingsten ist das “Geisterfest” unter den kirchlichen Hochfesten. Es findet weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Es gibt keine Tauben aus Schokolade, die schon seit Wochen in den Supermärkten locken, kein Geist in Flaschen, niemand backt Pfingstkuchen oder schickt inspirierte Grüße an die Verwandtschaft.

Anders als Weihnachten oder Ostern entzieht Pfingsten sich der Kommerzialisierung und damit hat es in unserer kirchenfernen Marktgesellschaft einfach schlechte Karten. Schade eigentlich. Denn gerade Pfingsten könnte das Fest einer pluralistischen und doch solidarischen Gesellschaft sein: „Die Perspektive von Pfingsten“ weiterlesen

Corona – das Digitalisierungsvirus

Permanenter Wandel und Digitalisierung kennzeichnen unserer Zeit. Beide Phänomene fordern die Gesellschaft in allen Lebensbereichen heraus und ziehen radikale Veränderungen nach sich. Aber vor Corona schien es noch möglich, diese Anforderungen auszublenden und einfach weiter zu machen wie bisher. Das geht jetzt nicht mehr. Mit dem Lockdown ist die Digitalisierung mit Wucht in unsere Arbeitswelt eingebrochen, und ich halte das für eine glückliche Wendung: Corona wirkt als ein Digitalisierungsvirus. „Corona – das Digitalisierungsvirus“ weiterlesen

Die Würde der Kinder

In dieser Woche rücken die Rechte der Kinder ins Zentrum der allgemeinen Aufmerksamkeit. Es gibt Empfehlungen für eine stufenweise behutsame Öffnung von Kindertagesstätten. Das ist ein Fortschritt. Die Bilder aus Spanien mit den ausgelassen rennenden und rollerfahrendenden Mädchen und Jungen sind vielen nah gegangen. Sechs Wochen Ausgangssperre – in einem Kinderleben ist das eine Ewigkeit.

Was soll eine Dreijährige über eine Welt denken, in der Kita-Freunde und Großeltern plötzlich unerreichbar sind und Vater und Mutter täglich angespannter wirken? Wie ist es für den Siebenjährigen, der seit Wochen Schule und Hort vermisst, weil es dort Antworten auf neugierige Fragen, einen Bolzplatz und ein warmes Mittagessen gibt? Was bedeutet es für Kinder in Deutschland, dass ihre Würde unantastbar ist, wie es in unserem Grundgesetz heißt? Wie erleben sie konkret, dass sie Rechte haben?

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