Unsere Wahl: Ein soziales Europa

Die letzten großen Hungersnöte in Europa gab es während und nach den großen Kriegen des 20. Jahrhunderts. Heute verhungern Männer, Frauen und Kinder anderswo, und viele riskieren ihr Leben, um nach Europa zu kommen. Über diese Frage will ich heute im Blog nicht schreiben, aber ausblenden darf man sie nicht. Auch nicht, wenn man über die Europawahl nachdenkt. „Unsere Wahl: Ein soziales Europa“ weiterlesen

Netzwerk Diakonie

Sachsen, Schleswig-Holstein, Thüringen und natürlich Berlin. Das waren die Stationen in den vergangenen Tagen. Es ist eines der Privilegien in meinem Amt, dass ich reisen kann und dabei auch die vielen Knotenpunkte, Träger und MitspielerInnen im „Netzwerk Diakonie“ in Deutschland immer besser kennen und schätzen lerne. Die Potenziale, die in unserer deutschlandweit verzweigten, vielfältigen Verbandsstruktur stecken, sind immens. Und sie sind noch lange nicht erschöpft. „Netzwerk Diakonie“ weiterlesen

Diakonie braucht Rechtssicherheit

Das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung (EWDE) hat in dieser Woche in Karlsruhe beim Bundesverfassungsgericht eine Verfassungsbeschwerde erhoben. Und zwar gegen ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) in der Causa Egenberger und mittelbar gegen eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH). „Diakonie braucht Rechtssicherheit“ weiterlesen

Pflege an der Grenze

Der Deutsche Pflegetag, der vom 14.-16. März in Berlin stattfindet, hat einen diakonischen Star: Jens Wackerhagen, Extremläufer und OP-Pfleger bei Diakovere, startet hier und heute einen 302-Kilometer-Lauf zu seiner Arbeitsstätte in Hannover. In zwei Tagen will er es schaffen. Ein Ziel, wie schon in früheren Läufen: Spenden zu sammeln. Andererseits will er – liest man im Begleitmaterial des Pflegetags – für seinen „geilen Job“ werben: „Damit es für uns gemeinsam in der Pflege besser läuft!“ „Pflege an der Grenze“ weiterlesen

Kurzsichtige Integrationspolitik

Viele Debatten über Migrations- und Integrationspolitik kranken in unserem Land aktuell oft an einer Art Realitätsverlust. In ihrem Hintergrund raunt und scheppert das immer gleiche Deutungsraster von der bedrohlichen Veränderung durch die Fremden. Das führt zu fehlgeleiteter Politik. „Kurzsichtige Integrationspolitik“ weiterlesen

Rente und Respekt

Respekt. Dieses Wort war zu schnell wieder verschwunden aus der Debatte um Hubertus Heils Vorschlag zur Grundrente. Viel zu schnell, wie ich finde. Denn aus dem Begriff „Respekt-Rente“ linst immerhin die überfällige Einsicht hervor, dass es beim Streit um die Renten nicht nur um Geld und Zahlen, sondern um die Würde von wirklichen Menschen geht: um die Würdigung von Lebensläufen, den Respekt der Gesellschaft vor ihren unterschiedlichen Bürgerinnen und Bürgern mit ihren unterschiedlichen Arbeitsbiografien. „Rente und Respekt“ weiterlesen

Das Uhrwerk der Versöhnung

Es ist gar nicht so lange her, dass die Fläche, auf der heute unübersehbar das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung steht, eine Art Brache nahe einem Niemandsland war.

Wenige Meter entfernt von unserem heutigen Sitz trennte der Todesstreifen die heutige Hauptstadt. Unser Bürogebäude in Berlin am Nordbahnhof liegt in unmittelbarer Nähe zur Bernauer Straße und also zur Gedenkstätte Berliner Mauer.
„Das Uhrwerk der Versöhnung“ weiterlesen

Demografie-Forum und Diakonie

„Gesellschaften unter Druck: Zusammenhalt in Zeiten beschleunigten Wandels“ ist der Titel der Festrede, mit der Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble das 8. Berliner Demografie-Forum 2019 eröffnen wird. Am 21. Januar. Ich bin sehr gespannt. „Demografie-Forum und Diakonie“ weiterlesen

Unerhört! Diese Weihnachtsgeschichte

Für mich spielt die Weihnachtsgeschichte dieses Jahr in Schwäbisch Hall. Und sollten Maria und Josef verzweifelt eine Herberge suchen, empfehle ich diese Adresse: Vor dem Kelkertor 1. „Unerhört! Diese Weihnachtsgeschichte“ weiterlesen

Rechtspopulismus in der Diakonie

Besorgte Bürgerinnen und Bürger gibt es auch in der Diakonie – sowohl unter Mitarbeitenden, als auch unter Klientinnen und Klienten: Altenpflegefachkräfte und Oberärztinnen, Werkstattleiter, Pfarrerinnen, Sozialarbeiter und Sachbearbeiterinnen. Menschen, denen die Vielfalt zu viel wird. Die die rasanten Veränderungen, die unsere Gesellschaften durchmachen – Stichwort Digitalisierung –, vor allem als Krise erleben. Die beim Begriff „offene Gesellschaft“ nur an offene Grenzen denken. „Rechtspopulismus in der Diakonie“ weiterlesen