Alltägliche Oster-Helden

In diesem Jahr feiert die Christenheit Ostern unter besonderen, bedrückenden Umständen. Corona – das Virus steht für Krankheit und Leid, Todesangst und Sterben, für die Sorge um kollabierende Gesundheitssysteme und Volkswirtschaften, für Einsamkeit und Überforderung, für Ausnahmezustand, Existenzangst und die Infragestellung von fast allem, was in unserem Land bis noch vor wenigen Wochen einfach „normal“ war: ein Glas Bier in einer Kneipe zu trinken, die Großeltern zu besuchen, zur Arbeit zu fahren oder sonntags in die Kirche zu gehen.

Mir gehen in diesen Tagen die Melodie und die ersten Zeilen des wunderbaren Osterlieds von Paul Gerhardt nicht aus dem Sinn: “Auf, auf, mein Herz, mit Freuden, nimm wahr, was heut geschicht; wie kommt nach großem Leiden nun ein so großes Licht!” Was für ein Kontrast zum gegenwärtig vorherrschenden düsteren Lebensgefühl. „Alltägliche Oster-Helden“ weiterlesen

Ostern: Auf die Hoffnung setzen

„Alltagsheld*innen setzen auf die Hoffnung“. Das ist in diesem Jahr im Netz unsere diakonische Osterbotschaft. Sie braucht ganze 32 Sekunden, um sich zu entfalten: Ein Mosaik aus Gesichtern und Namen. Neben Simon, Josef und Salome stehen Dietrich, Sabine und Anneliese. „Ostern: Auf die Hoffnung setzen“ weiterlesen

Österliche Verwegenheit oder ohne Ostern keine Diakonie

Die Karwoche, die Osterfeiertage bleiben eine irritierende Zumutung. Für Christinnen und Christen, und noch mehr für Menschen, die der Kirche fern stehen. Die Getauften in aller Welt erinnern sich an das Leiden und Sterben von Jesus von Nazareth. Und an seine Auferstehung.

Wer Ostern feiert, verlässt sich auf diese verwegene Heiterkeit des Lebendigen
Wer Ostern feiert, verlässt sich auf diese verwegene Heiterkeit des Lebendigen

Eine irre Idee für alle, die sich mit Kirche schwer tun. Und was bedeutet sie in der Diakonie?  „Österliche Verwegenheit oder ohne Ostern keine Diakonie“ weiterlesen

Das Leiden bedenken

„Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken“, so beginnt ein bekanntes evangelisches Passionslied. Wir stehen am Beginn der Karwoche; wieder werden Menschen in vielen Formen und an vielen Orten das Leiden und das Sterben des Herrn der Kirche bedenken.

Seit dem Aschermittwoch fasten einige meiner Freundinnen und Freunde, andere haben sich ein inneres Ziel gesetzt, wollen sich mehr Zeit für sich, für andere oder ihren Glauben nehmen.

Mich berührt der leidende und sterbende Christus in der Passionszeit in jedem Jahr, weil sich Gott in ihm so berührbar zeigt: für das unsägliche Leid von Kindern, von Unschuldigen, von Frauen und von Männern mit einer abweichenden Überzeugung, die deswegen Verfolgung, Willkür und Terror erleiden müssen. Für das Leid der Alten und der Jungen unter uns, der Schwachgewordenen und der Enttäuschten, der Sterbenden und der Kranken. „Das Leiden bedenken“ weiterlesen