Gemeinsam stark

Den schönsten, weil mit Abstand lebendigsten Termin in dieser Woche hatte ich bereits am Montag. Und er wirkt noch nach. Ich war zu Gast bei der berührenden Eröffnungsfeier der Special Olympics Hannover 2016, der nationalen Spiele für Menschen mit geistiger Behinderung.

Die große Eröffnungsfeier der Special Olympics (Foto: SOD/ Jörg Brüggemann OSTKREUZ)
Die große Eröffnungsfeier der Special Olympics (Foto: SOD/ Jörg Brüggemann OSTKREUZ)

Flagge, Flamme, Eidesformel und ein fröhlich-farbexplosives Bühnenprogramm – es wurde alles geboten. Mehr als 10.000 Menschen, Euphorie auf Rängen und in der Arena, das war eine ganz besondere Show.  „Gemeinsam stark“ weiterlesen

Gut Kirschen essen

„Das mit den Flüchtlingen regt mich auf. Das stimmt doch alles nicht.“ Die Frau, Mitte 50, Berlinerin, wurde energisch. Sie habe schon vor Monaten beschlossen, keine Nachrichten mehr zu verfolgen. Als gäbe es keine anderen Themen. Wo sie denn bitte wären, diese Flüchtlinge? All das Gezeter um eine Islamisierung Deutschlands, das sei doch Quatsch. In ihrem Alltag hätte sich rein gar nichts verändert. Sie habe sich durch Medien und Internet manipuliert und aufgehetzt gefühlt.

Kirschen in einer Schale
Lieber Kirschen pflücken statt Zeitung lesen – geht das?

Das wolle sie nicht zulassen. Darum habe sie sich eine Nachrichtensperre verordnet. Es sei früh genug, sich eine Meinung zu bilden, wenn tatsächlich Flüchtlinge in ihrem Leben auftauchten. Von Angesicht zu Angesicht. Und jetzt führe sie in den Garten. Zum Gießen. „Gut Kirschen essen“ weiterlesen

Menschen mit Behinderung: Den eigenen Lebensweg bestimmen

Weg von der Fürsorge- und Sozialhilfe-Idee, hin zu einem modernen Recht auf gesellschaftliche Teilhabe für Menschen mit Behinderung: Dafür kämpft die Diakonie gemeinsam mit anderen Verbänden und zusammen mit Menschen mit Behinderungen schon seit Jahren. Das geplante Bundesteilhabegesetz ist ein bedeutender Schritt in die richtige Richtung. Aber es birgt aber auch  Risiken neuer Benachteiligung.

Menschlichkeit wählen

Es geht um viel am kommenden Sonntag in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Es werden nicht nur neue Landesparlamente gewählt, neue Regierungen. Nicht nur die Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat könnten sich verschieben. Es wird nicht nur die Flüchtlingspolitik der vergangenen Monate bewertet.

Das alles ist schon wichtig genug. Und trotzdem habe ich den Eindruck, es geht um noch Grundsätzlicheres: In diesen Wahlen geht es auch um unser Selbstverständnis, um die Statik, das Fundament unserer Gesellschaft. „Menschlichkeit wählen“ weiterlesen

Streiten für die Offene Gesellschaft

Ich empfehle seit einiger Zeit eine Homepage: www.die-offene-gesellschaft.de. Das ist die Internetseite zu einem großartigen privat initiierten Diskussions-Projekt, das nun bereits mehr als drei Monate durch Deutschland tourt und weiter touren wird.

Debatte "Die offene Gesellschaft" im SO36 © Janny Schulz
Debatte „Die offene Gesellschaft“ im SO36 © Janny Schulz

Viele tausend Menschen von Schwedt bis Saarbrücken, von Stralsund bis Freiburg i.Br. sind bislang der Einladung gefolgt, sich mit der Frage zu beschäftigen, die offenbar vielen  auf den Nägeln brennt: „Welches Land wollen wir sein?“ „Streiten für die Offene Gesellschaft“ weiterlesen

Angst ist ein schlechter Ratgeber

„Angst ist ein schlechter Ratgeber“ – hat uns Kindern unsere Mutter immer gesagt. Und auch die Bundeskanzlerin hat in einer bemerkenswerten Diskussion mit Bürgerinnen und Bürgern anlässlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde in Bern über die humanitäre Jahrhundertherausforderung Flucht empfohlen, diesen guten, alten Grundsatz zu beherzigen: Angst ist ein schlechter Ratgeber. Und gleichzeitig hat sie in diesem Gespräch als ein probates Mittel gegen die Angst die vertiefte Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben empfohlen.

2016 steht die Woche unter dem Motto "7 Tage ohne Enge"
2016 steht die Woche unter dem Motto „7 Tage ohne Enge“

„Großes Herz – 7 Wochen ohne Enge“ ist das Motto der diesjährigen evangelischen Fastenaktion. „Angst ist ein schlechter Ratgeber“ weiterlesen

Unser neues Wir – 2016 wird das Jahr der Integration

Vielleicht haben Sie sie schon bemerkt? Die Diakonieplakate mit dem Slogan: „In der Nächsten Nähe“? In ganz Deutschland können Sie ihnen derzeit begegnen: Der Hebamme mit dem noch blutigen Neugeborenen; der alten Dame, deren schlohweißes Haar von einer Altenpflegerin gekämmt wird, oder der Sozialarbeiterin im Gespräch mit einer Gruppe junger Männer und Frauen, Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak.

Die Diakonieplakate mit dem Slogan: „In der Nächsten Nähe“ – hier das Motiv aus der Flüchtlingshilfe
Die Diakonieplakate mit dem Slogan: „In der Nächsten Nähe“ – hier das Motiv aus der Flüchtlingshilfe

Das Besondere an diesen Plakaten ist, dass sie tatsächlich den Arbeitsalltag der Diakonie abbilden. Es sind keine gestellten Werbebilder, sondern Reportagefotografien aus dem wirklich gelebten Leben. „Unser neues Wir – 2016 wird das Jahr der Integration“ weiterlesen

Welchen Nutzen haben die Flüchtlinge?

Zu meinem Interview mit chrismon.de: „Mit Geduld, Feldbetten aus Kanada und jeder Menge Gottvertrauen“ gab es etliche Rückmeldungen und Fragen. Der Bitte, mich der Diskussion auf evangelisch.de zu stellen, bin ich gerne nachgekommen.

Eine Flüchtlingsfamilie wartet in Serbien auf die Weiterreise © Anieke Becker
Eine Flüchtlingsfamilie wartet in Serbien auf die Weiterreise © Anieke Becker

Die Fragen spiegeln die Sorgen und Befürchtungen der Menschen in unserem Land wider. „Welchen Nutzen haben die Flüchtlinge?“ weiterlesen

Debatte über die Sterbebegleitung

Darf sterbenskranken Menschen auf Verlangen geholfen werden, aus dem Leben zu scheiden? Eine schwierige Frage, auf die es keine einfache Antwort gibt. Anfang November entscheidet der Bundestag über eine Neuregelung der Sterbehilfe.

Woher kommt die Gewalt in Flüchtlingsheimen? Was können wir tun?

Berichte über gewaltsame Auseinandersetzungen in Flüchtlingsunterkünften schrecken uns auf. Wie kommt es dazu? Die Flüchtlinge haben die Strapazen einer langen Flucht hinter sich, sind erschöpft oder traumatisiert. Viele Unterkünfte sind nur für den Notfall geeignet. So viele Menschen, zusammen auf engstem Raum, aus unterschiedlichen Kulturen, ohne Rückzugsmöglichkeit oder Privatsphäre. Es ist ein Wunder, dass da nicht noch mehr passiert.

Aber welche Wege zur Lösung gibt es und was ist jetzt zu tun? Neben der Suche nach Wohnräumen braucht es vor allem Zuversicht, Gelassenheit und vorausschauende Planung. Ich bin überzeugt: „Ja, wir schaffen auch das!“